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14.01.10

Wie behandele ich meinen Akku?

NiCd / NiMH-Akkus

Richtig Pflegen:

Nickel-Akkus leben länger, wenn man sie mit einem hohen Strom in etwa ein bis zwei Stunden mit einem computergesteuerten Schnell-Lader auffüllt. Zur Akku-Wartung muss die Ladestation den Stromspender nicht nur laden, sondern auch entladen {refreshen) können - so setzen Sie den Memory- oder Lazy-Battery-Effekt schachmatt. Wenn Sie Nickel-Akkus über mehrere Monate nicht verwenden wollen, sollten sie diese entladen und im Kühlschrank bei etwa 0 bis 8 Grad Celsius lagern. Doch Vorsicht bei eisigen Minusgraden im Tiefkühlfach - sie schaden mehr als sie nützen.

NiMh-Handy-Akkus auffrischen:

In mobilen Telefonen speichern NiMH-Akkus im Lauf der Zeit immer weniger Energie und machen bereits nach wenigen Telefonaten schlapp. Diese Situation tritt hauptsächlich dann ein, wenn Sie den Akku häufig zwischendurch nachladen, der Lazy-Battery-Effekt schlägt zu. Dagegen können Sie folgende Maßnahmen ergreifen: Im Menü bieten viele Mobiltelefone ein NiMH-Akkupflege Programm, dass den Stromspender aufpeppt. Dabei wird der Akku vollständig entladen und anschließend vollgeladen. Bietet Ihr Handy keine Akkupflege, dann lassen Sie den Energiespender einfach leer laufen, bis die Akku-Warnung das Funktelefon abschaltet, und laden anschließend den Akku.

Alte NiCd-Akkus ausmustern:

In jedem Haushalt sammeln sich viele NiCd und NiMH-Akku-Zellen an, manche funktionieren, andere bringen kaum noch Leistung. Um die guten von den schlechten Zellen zu trennen, benötigen Sie ein Digital-Multimeter. Mit diesem Messgerät überprüfen Sie die Leerlaufspannung der Akku-Zellen: Messen Sie nach dem Laden mehr als 1,68 Volt, gehört der Akku in den Sondermüll. Ansonsten kündigen kurze Laufzeit und Erwärmung während des Betriebs das Ende des Energiespenders an.

Li-lon- und Li-Polymer-Akkus

Vorsicht mit Ladenhütern:

Teure High-End-Handys mit Lithium-Akku bekommen Sie bereits nach einem Jahr zum Schnäppchenpreis. Doch aufgepasst: durch bloße Lagerung könnte sich das hochreaktive Lithium im Energiespender zersetzt haben - der Akku hat oft nur noch 50 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität und ist reif für die Entsorgung. Wenn das Handy ordnungsgemäß funktionieren soll, müssen Sie einen neuen Lithium-Akku kaufen. Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass Sie keinen Ladenhüter bekommen: Um selbst alte Stromspender loszuwerden, drucken die Hersteller kein Datum auf Lithium-Akkus, sondern verschlüsseln dieses in der Seriennummer - wie, darüber schweigen sie sich aus. Lassen Sie sich also vom Händler bestätigen, dass der Akku nicht älter als sechs Monate ist.

Overkill durch Dauerladen:

Lithium-Ion-Akkus vertragen nur etwa 300 bis 500 Ladezyklen, dann lässt die Kapazität nach und der Akku ist kaputt. Um einen Lithium-Akku lange fit zu halten, sollte er möglichst selten aufgeladen werden. Verbinden Sie das Mobiltelefon oder das Notebook erst dann mit dem Netzteil, wenn der Akku wirklich leer ist. Selbst wenn Sie einen fast vollen Lithium-Ion-Akku nachladen, zählt das als ganzer Ladezyklus, der die Lebensdauer des Stromspenders verkürzt. Wer fürs gleiche Gerät zwei Lithium-lon-Akkus verwendet, sollte sie wechselweise einsetzen: So können Sie die Lebensdauer durch Halbierung der Ladezyklen deutlich verlängern.

Lithium-Akkus in Handvs;

Wenn Sie ein neues Handy mit Lithium-Ion-Akku bekommen, schalten Sie das Gerät auf keinen Fall gedankenlos ein. Bevor Sie es zum ersten Mal in Betrieb nehmen, laden Sie den Stromspender vollständig auf. Durch diese Initialladung hält der Akku besser seine Kapazität und lebt länger. Verwenden Sie den Handy-Akku über mehrere Wochen nicht, lagern Sie ihn im Kühlschrank bei 5 bis 8 Grad Celsius, jedoch niemals im Tiefkühlfach.

Gut gepflegt: Zehn Tipps zur Akku-Wartung

Ohne Power läuft das beste Handy nicht. Daher ist es wichtig, den Akku bei Laune zu halten. Sorgfältige Pflege zahlt sich aus, denn schon kleine Handgriffe reichen aus, um die Lebensdauer des Stromspenders zu verlängern.

1. Temperatur-Schutz

Schützen Sie Ihr Handy vor extremen Temperaturen. Lassen Sie es etwa im Sommer nie im Auto liegen. Dort können die Temperaturen auf über 60 Grad steigen - was vor allem Lithium-Ionen-Akkus schlecht bekommt. Auch direkte Sonneneinstrahlung schadet dem Stromspender.

2. Kontakte pflegen

Mit der Zeit stumpfen oder verdrecken die Kontakte zwischen Handy und Akku - die Stromversorgung läuft nicht mehr reibungslos, selbst wenn der Akku voll geladen ist. Hier kann bereits ein simples Radiergummi helfen. Nehmen Sie einfach den Akku aus dem Gerät und säubern Sie vorsichtig dessen Kontaktfläche. Wenn's dann immer noch nicht klappt, können Sie es auch mit einem Kontaktspray versuchen.

3. Display-Licht deaktivieren

Schalten Sie tagsüber einfach die Display-Beleuchtung aus. Das spart Strom und verlängert die Akkulaufzeit.

4. Vibrationsalarm deaktivieren

Als großer Stromfresser hat sich der Vibrationsalarm entpuppt: Nutzen Sie ihn nur, wenn es unbedingt notwendig ist, sie reduzieren damit den Energieverbrauch des Akkus.

5. Sparen beim Spielen

Auch Spiele verbrauchen reichlich Akkukapazität. Verzichten Sie entweder ganz darauf oder schalten Sie Features wie Vibrationen, Tastentöne oder auch die Beleuchtung ab.

6. Energie sparen beim Telefonieren

Vermeiden Sie es, beim Telefonieren die auf der Geräterückseite eingebaute Antenne mit der Hand zu blockieren. Die Sendeleistung steigt sonst an, was den Stromverbrauch erhöht.

7. Außenantenne

Wenn Sie viel im Auto telefonieren, lohnt sich eine Außenantenne. Die Karosserie schirmt das Handy ab, dadurch muss es mit sehr hoher Leistung senden und verbraucht somit mehr Strom. Über das Zubehör verbessert sich dagegen die Verbindung nach draußen, die Sendeleistung wird vermindert.

8. Einfach abschalten

Sollten Sie Ihr Handy längere Zeit nicht brauchen, lohnt es sich, das Gerät abzuschalten. Einige Handys, etwa Siemens-Modelle wie das S55 oder das C60, bieten die Funktion "Automatisch abschalten". Hier können Sie eine bestimmte Uhrzeit einstellen, zu der sich Ihr Mobiltelefon selbstständig deaktiviert.

9. Schonend lagern

Lithium-Akkus sollten Sie bei längerer Lagerzeit halb entladen und bei etwa 15 bis 18 Grad Celsius aufbewahren. Das schont den Akku. Bevor Sie den Akku wieder nutzen, laden Sie ihn im Handy einfach wieder auf.

10. Original-Ladegeräte Benutzen

Sie ausschließlich die Original-Ladegeräte, um die empfindliche Elektronik des Akkus nicht zu zerstören.

Akku-wartung

Notebookakkus sind kleine sensible chemische Kraftwerke Zu heiß, zu kalt oder am falsch gelagert - und schon machen Sie schlapp.

Beachten Sie unsere Pflegetipps und Ihr Akku lebt länger.

Akku-Lagerung: Weder zu heiß noch zu kalt

Wenn Sie Ihr Notebook überwiegend im stationären Betrieb an der Steckdose haben, empfehlen die meisten Hersteller den Akku maximal bis 80 Prozent aufzuladen und dann getrennt vom Notebook an einem kühlen Ort zu lagern. Am besten zwischen +4 und +10 Grad Celsius. Alles darüber reduziert die Ladung um rund 10 Prozent pro Monat. Vor Kondenswasser geschützt, legen Sie Akkus am besten in den Kühlschrank. Im Notebook gelagert, verliert sie bei Nichtbeanspruchung sogar rund 15 Prozent pro Tag. Im Betrieb fühlen sich die Energiepakete bei Raumtemperatur (20 bis 25 Grad) am wohlsten.

Die bei fast allen modernen Notebooks eingesetzten Lithium-Ionen- oder –Polymer-Akkus sind sehr zäh. Zu kalt kann es ihnen kaum sein. Zu warm dagegen schon. Setzen Sie einen Li-Ion-Akku mehrere Tage einer Temperatur über 35 Grad Celsius aus, entstehen irreparable Schäden. Lassen Sie Ihr Notebook also nie in der prallen Sonne liegen. Einige Notebook-Hersteller nehmen die Temperaturgrenzen sogar so ernst, dass sie die Akkus über +60 Grad abschalten.

Aufladen: In vollen Zügen

Notebook-Akkus haben nur eine bestimmte Zahl an Ladezyklen, die die Hersteller aber nicht veröffentlichen. In der Regel schaffen die meisten Akkus 400 bis 600, teurere 800 bis 1.000 Zyklen. Dabei zählt jede noch so kurze Verbindung mit dem Netzteil als ein Ladezyklus. Laden in mehreren Stufen schadet nicht, da es bei Lithium-Ionen und –Polymer-Akkus keinen Memory-Effekt mehr gibt. Sie verlieren lediglich die entsprechende Ladezyklenanzahl.

Wir raten Ihnen darum, immer den Akku vollständig und erst dann wieder zu laden, wenn es Ihnen das Notebook signalisiert. In der Regel bei einer Anzeige von deutlich unter 10 Prozent. Zum Laden verwenden Sie nur das vom Hersteller mitgelieferte Netzteil, denn die Ladeelektronik im Akku und Notebook sowie das Netzteil sind aufeinander abgestimmt. Ein Universal- oder Alternativ-Netzteil kann den Akku irreparabel beschädigen.